Orgelmatinée mit Vincent Knüppe am 1. Oktober 2022 um 11.30 Uhr in der Seligenstädter Einhardbasilika

Am Samstag, 1. Oktober, um 11 Uhr wird Vincent Knüppe auf der Orgel der Seligenstädter Einhardbasilika die 30minütige Orgelmatinée gestalten. Der aus Seligenstadt stammende Nachwuchsorganist, kürzlich zurückgekehrt von seinem Auslandsstudium bei Prof. Martin Haselböck in Wien, Träger des Kulturförderpreises der Stadt Seligenstadt, wird Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Johann Sebastian Bach spielen, ergänzt durch eine Improvisation im romantischen Stil.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Wir freuen uns und sind dankbar, dass Vincent Knüppe die Spenden vollumfänglich dem Förderverein Basilika-Orgel Seligenstadt e.V. zukommen lassen wird. Wie berichtet, beraten wir derzeit in enger Abstimmung mit der Pfarrei und der Diözese über die Gestalt der künftigen Chororgel im nördlichen Querhaus. Die Spenden aus der Orgelmatinée werden einen weiteren Baustein zur Finanzierung dieser Chororgel bilden können.

Und selbstverständlich ist die Seligenstädter Einhardbasilika immer einen Besuch wert!


 



Spitzen der Stadt spenden für den Förderverein Basilika-Orgel Seligenstadt e.V.

Stadtverordnetenvorsteher Richard Georgi, Bürgermeister Daniell Bastian und Erster Stadtrat Michael Gerheim gehören zu den ersten Spendern für eine neue Orgel in der Einhardbasilika: "Wir unterstützen das bürgerschaftliche Engagement zum Bau einer neuen Orgel, damit auch weiterhin in Seligenstadts Wahrzeichen hochwertige Musik zur Freude der Seligenstädterinnen und Seligenstädter erklingen kann."

Bei einem Besuch im Rathaus erläuterte Axel-Johannes Korb, Vorsitzender des Fördervereins Basilika-Orgel Seligenstadt e.V., den Fortgang der Planungen und den Ernst der Lage. Selbst wenn das gegenwärtige Instrument derzeit noch mit hohem Aufwand teilweise spielbar gehalten werden könne, so bestehe das Risiko, dass der seit dem späten Mittelalter in der Einhardbasilika präsente Klang der Orgel alsbald verstumme. Das Projekt werde daher jetzt tatkräftig angegangen, um Zukunftsfähigkeit zu sichern. Er dankte Stadtverordnetenvorsteher, Bürgermeister und Erstem Stadtrat für ihre Unterstützung und gab seiner Hoffnung auf weitere gute Zusammenarbeit Ausdruck.

Der Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, rechtzeitig eine neue Orgel für die Einhardbasilika in Auftrag zu geben. Jeder, der sich über die vielfältigen Probleme des gegenwärtigen Instruments informieren möchte, ist herzlich eingeladen, sich an den Vorstand des Vereins zu wenden.

















Die neue Chororgel für die Einhardbasilika nimmt Gestalt an

Der Förderverein Basilika-Orgel Seligenstadt e.V. geht das Projekt Chororgel für das nördliche Querhaus der Basilika tatkräftig an. Vier eingegangene  Angebote für ein Instrument mit 12 Registern auf zwei Manualen und Pedal werden derzeit in Absprache mit der Pfarrei und der Diözese ausgewertet. Dabei legt der Förderverein Basilika-Orgel Seligenstadt e.V. auf zwei Punkte besonderes Gewicht.

Erstens soll die neue Chororgel einen romantischen Klang erhalten, der eine perfekte Begleitung aller musikalischen Ensembles in Liturgie und Konzert ermöglicht. Damit soll ein Klang in die Einhardbasilika zurückkehren, der dort schon zwischen 1879 und 1959 mit der leider abgebrochenen Schlimbach-Orgel auf der Westempore zu hören gewesen war. Unter Umständen kann hierfür auch historisches Pfeifenmaterial verwendet werden.

Zweitens setzt sich der Förderverein Basilika-Orgel Seligenstadt e.V. für eine nachhaltige Lösung ein. Auf höchste handwerkliche Qualität wird wert gelegt, und auf technisch aufwändig zu realisierende Zutaten soll verzichtet werden, um den kommenden Generationen den Erhalt des Instruments zu erleichtern und ihm für Jahrhunderte einen Platz in der Einhardbasilika zu sichern. Die Materialien sollen möglichst natürlich sein. Der Einbau von Elektrik wird auf das Notwendigste begrenzt.


Auch ein Gedenkort für Pfarrer Dieter Ludwig wird entstehen

Da eine Zuwendung aus dem Nachlass von Pfarrer Dieter Ludwig der Grundstock für die Finanzierung unserer Chororgel ist, wollen wir in räumlicher Nähe zu diesem neuen Instrument mit einer würdigen Gedenktafel an sein über zwanzigjähriges Wirken in der Einhardbasilika erinnern. Auf dieser möglichst sandsteinernen Tafel soll auch aller großzügigen Spender und Gruppen unserer Pfarrei gedacht werden, die einen Beitrag zur Finanzierung dieses Instruments geleistet haben.

Um den Auftrag alsbald - möglichst in diesem Jahr - vergeben zu können, sind wir noch auf viele Spender angewiesen. In den nächsten Wochen hoffen wir, ein Bild des neuen Werkes veröffentlichen und den genauen Preis beziffern zu können.







Festliche Gründungsfeier des Fördervereins Basilika-Orgel Seligenstadt e.V. am 15. Mai 2022

Das Projekt startet mit einem Kapital von 150.000 Euro

Kurzweilig und humorvoll ging die Gründungsfeier des neuen Fördervereins Basilika-Orgel Seligenstadt e.V. über die Bühne. Der Vorsitzende Axel-Johannes Korb begrüßte in einer sonnendurchfluteten Basilika zunächst die zahlreichen Besucher und die Ehrengäste aus der Politik, allen voran den Sprecher der hessischen Landesregierung Michael Bußer, Stadtverordnetenvorsteher Richard Georgi, Bürgermeister Daniell Bastian und Ersten Stadtrat Michael Gerheim. Auch Diözesankirchenmusikdirektor Lutz Brenner hatte sich eingefunden. Landrat Oliver Quilling ließ Grüße übermitteln.

In seinem Grußwort im Namen des Schirmherrn Ministerpräsident Volker Bouffier betonte Regierungssprecher Michael Bußer die Notwendigkeit einer hervorragenden Orgel für die über die Grenzen Hessens bekannte Seligenstädter Einhardbasilika und wünschte dem Verein viel Kraft, Ausdauer, viele Spender und Unterstützer. Diözesankirchenmusikdirektor Lutz Brenner überbrachte die Glück- und Segenswünsche des Mainzer Bischofs Dr. Peter Kohlgraf, hielt einen beeindruckenden Vortrag über die Orgelgeschichte in der Basilika und zeigte den desolaten Zustand des gegenwärtigen Instruments auf: „Wenn es so weitergeht, wird die Orgel in ein paar Jahren nicht mehr spielbar sein.“

Über Facebook, Instagram und YouTube wolle der Verein sein Projekt weit über die Grenzen Seligenstadts hinaus bekannt machen, so die Stellvertretende Vorsitzende Silke Göbel, die aber ebenfalls ihre Dankbarkeit für die hervorragende Zusammenarbeit mit der örtlichen Presse zum Ausdruck brachte. Göbel betonte, was es heiße, eine persönliche Verbindung mit der Orgel zu haben. Viele könnten eine Geschichte schreiben, welche sie mit dem Klang der Orgel in der Basilika verbindet. Und wenn ein junger Messdiener sage, „ohne die Orgel ist der Gottesdienst nur halb so feierlich – ich gebe einen Teil meines Taschengeldes dazu“, dann könne das für jeden Bürger der Stadt Vorbild und Ansporn sein.

Schatzmeisterin Yvonne Hutzler konnte den bereits jetzt großen Erfolg eines Startkapitals von rund 150.000 Euro verkünden, bestehend vor allem aus einer Zuwendung aus dem Nachlass Pfarrer Dieter Ludwigs, einer Spende des Unternehmers Karl Wolf und einer Spende des Chores an der Basilika. Dieser Betrag, so Hutzler, sei ein wesentlicher Grundstock für den ersten Bauabschnitt einer Chororgel im nördlichen Querhaus, deren Bauauftrag noch in diesem Jahr vergeben werden solle. Im Jahr 2025 feiere man das Jubiläum 100 Jahre Basilika Minor: „Es ist unser Ziel, zu diesem Jubiläum die Chororgel weihen zu können“.

Nun beginnt die Spendenaktion für die Chor- und Hauptorgel. Im Zuge der neuen Hauptorgel soll auch die Lichtachse zur Rosette im Westwerk über dem Hauptportal freigelegt werden, sodass endlich auch die Abendsonne den Raum erstrahlen lässt. Musikalisch wurde die Gründungsfeier von den Solisten der Mainphilharmonie unter der Leitung von Regionalkantor Felix Ponizy mit Musik von Antonio Vivaldi gestaltet. Schon zuvor im feierlichen österlichen Hochamt unter der Leitung Pfarrer Stefan Selzers erbat die Gemeinde den Segen für das Projekt. Der Förderverein ist sich der Bedeutung und Größe des Projekts bewusst und bittet um zahlreiche Unterstützer, damit auch weiterhin Orgelmusik in der Basilika erklingen kann.

Das Foto zeigt von links nach rechts: Yvonne Hutzler, Silke Göbel, Regierungssprecher Michael Bußer, Axel-Johannes Korb, Diözesankirchenmusikdirektor Lutz Brenner, Regionalkantor Felix Ponizy, Pfarrer Stefan Selzer






Grußwort des Schirmherrn und Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein

Die Orgelmusik, die einen Kirchenraum erfüllt, berührt diejenigen, die sie hören. Sie begleitet die Menschen, die etwas Gemeinsames verbindet, und bietet ihnen eine Heimat. Ich freue mich, dass sich in Seligenstadt ein Kreis engagierter Bürgerinnen und Bürger zusammengefunden hat, um die Einhardbasilika mit einer neuen Orgel auszustatten. Die Kirche ist ein Zentrum nicht nur des religiösen, sondern auch des sozialen und kulturellen Lebens einer Stadt. Mit ihrer Bedeutung, die sie für die Menschen hat, und mit ihrer aktiven Rolle, die sie im Leben spielt, ist sie ein wesentlicher Teil ihrer Umgebung. Sie steht nicht jenseits oder außerhalb der Gesellschaft, sondern sie gehört dazu. Das gilt für alle Kirchen. 

Es gilt in besonderer Weise für die Einhardbasilika, in der sich ein Stück der europäischen Geschichte und Kultur verkörpert. Seligenstadt steht in der Reihe der hessischen Städte, die von einer langen, beeindruckenden und reichen Tradition geprägt sind. Die Vergangenheit ist hier sichtbarer Teil des Stadtbildes. Orgelmusik während oder auch außerhalb des Gottesdienstes ist ein Teil unserer Kultur. Die Organistinnen und Organisten drücken ihre schöpferischen Kräfte wie auch die der Komponisten aus, deren Werke sie spielen. Sie bringen den Hörern damit ein Stück Menschlichkeit nahe. Den Förderverein Basilika-Orgel Seligenstadt e.V. begleiten meine besten Wünsche auf dem Weg zu seinem Ziel.